Hände eines verlobten Paares mit Verlobungsring

Ihr seid verlobt. Vielleicht habt ihr schon hundert Ideen im Kopf. Vielleicht habt ihr bisher nur einen Ring, ganz viel Vorfreude und die Frage: Wo fangen wir eigentlich an?

Gerade am Anfang der Hochzeitsplanung entsteht schnell das Gefühl, alles gleichzeitig entscheiden zu müssen. Location, Datum, Gäste, Budget, Fotograf, Musik, freie Trauung, Dekoration und plötzlich noch Dinge, von denen ihr vorher nicht einmal wusstet, dass man sie planen kann.

Die gute Nachricht: Ihr müsst jetzt noch nicht eure komplette Hochzeit kennen. Viel wichtiger ist, die ersten Entscheidungen in einer sinnvollen Reihenfolge zu treffen.

Am Anfang der Hochzeitsplanung braucht ihr keinen perfekten Plan. Ihr braucht Klarheit darüber, was euch wirklich wichtig ist.

Verlobt und jetzt? Beginnt nicht mit Pinterest

Inspiration ist wunderbar. Aber bevor ihr euch durch Farbkonzepte, Tischdekoration und Gastgeschenke klickt, lohnt sich ein Gespräch, das viel einfacher beginnt.

Wie soll sich eure Hochzeit anfühlen?

Möchtet ihr einen entspannten Tag mit euren Lieblingsmenschen? Eine große Feier? Eine intime Hochzeit? Eine freie Trauung im Grünen? Eine elegante Location in Frankfurt oder vielleicht sogar eine Hochzeit unter der Sonne Spaniens?

Ihr müsst noch keine Antworten auf jedes Detail haben. Aber eine ungefähre Richtung hilft euch bei fast allen Entscheidungen, die danach kommen.

1. Legt zuerst eure Prioritäten fest

Bevor ihr Dienstleister anfragt, setzt euch gemeinsam hin und fragt euch: Welche drei Dinge sind uns für unsere Hochzeit besonders wichtig?

Vielleicht ist es die Location. Vielleicht gutes Essen. Vielleicht möchtet ihr eine sehr persönliche freie Trauung. Vielleicht sind euch Fotografie, Musik oder eine ausgelassene Party besonders wichtig.

Eure Prioritäten helfen euch später nicht nur bei der Planung, sondern auch dabei, euer Budget sinnvoll einzusetzen.

2. Klärt euren ungefähren Rahmen

Ihr braucht am Anfang noch keinen bis auf den letzten Euro ausgearbeiteten Finanzplan. Aber einige Eckpunkte sollten relativ früh stehen.

Wie viele Gäste möchtet ihr ungefähr einladen?

Ob ihr mit 35 oder mit 150 Menschen feiern möchtet, beeinflusst die Auswahl eurer Location und viele weitere Entscheidungen.

In welcher Region möchtet ihr heiraten?

Soll eure Hochzeit im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt stattfinden? Habt ihr einen ganz bestimmten Ort im Kopf? Oder träumt ihr von einer Destination Wedding an der Costa del Sol?

Welche Jahreszeit passt zu euch?

Sommerhochzeit, Herbsthochzeit oder vielleicht ein Termin außerhalb der klassischen Hauptsaison? Auch das verändert die Auswahl und Verfügbarkeit von Locations und Dienstleistern.

3. Sucht eure Location frühzeitig

Für viele Paare ist die Location eine der ersten großen Entscheidungen. Das ist sinnvoll, weil beliebte Hochzeitslocations insbesondere an Samstagen lange im Voraus vergeben sein können.

Bevor ihr euch für eine Location entscheidet, schaut aber nicht nur darauf, ob sie auf den Bildern wunderschön aussieht.

Fragt euch auch: Passt sie zu unserer Gästezahl? Gibt es einen Plan B bei schlechtem Wetter? Wo kann eine freie Trauung stattfinden? Wie funktionieren Empfang, Dinner und Party? Gibt es feste Dienstleister oder Einschränkungen?

Eine schöne Location ist wichtig. Eine Location, die zu eurem tatsächlichen Hochzeitstag passt, ist noch wichtiger.

4. Denkt eure freie Trauung früh mit

Wenn ihr euch eine freie Trauung wünscht, würde ich das Thema nicht erst irgendwann kurz vor der Hochzeit angehen.

Zum einen sind Traurednerinnen an beliebten Hochzeitsterminen früh gebucht. Zum anderen beeinflusst die Zeremonie auch andere Entscheidungen.

Wo findet sie statt? Wie viele Gäste sitzen dort? Welche technische Ausstattung wird benötigt? Wie fügt sich die Trauung in den Tagesablauf ein? Gibt es Musik, persönliche Beiträge oder besondere Elemente?

Vor allem aber ist die Wahl eurer Traurednerin eine sehr persönliche Entscheidung. Ihr erzählt diesem Menschen eure Geschichte. Deshalb sollte nicht nur der Kalender passen. Auch die Chemie sollte stimmen.

Eine freie Trauung beginnt nicht am Hochzeitstag. Sie beginnt mit dem Gefühl, dass ihr eure Geschichte dem richtigen Menschen anvertrauen könnt.

5. Welche Hochzeitsdienstleister solltet ihr früh anfragen?

Nicht jeder Dienstleister muss zwölf Monate vorher feststehen. Einige Leistungen sind aber stark an eine einzelne Person oder einen Termin gebunden.

Dazu gehören häufig eure Location, Fotografie oder Videografie, musikalische Begleitung und natürlich eure Traurednerin.

Gerade bei persönlichen Dienstleistungen gilt: Wenn ihr jemanden gefunden habt, dessen Arbeit und Persönlichkeit wirklich zu euch passen, wartet nicht darauf, dass erst der komplette Hochzeitstag durchgeplant ist.

6. Wie findet ihr die richtigen Dienstleister für eure Hochzeit?

Schöne Instagram-Feeds und gute Websites sind ein guter Anfang. Entscheidend ist aber, was dahintersteht.

Lest Bewertungen. Schaut euch echte Hochzeiten an. Achtet darauf, wie transparent Leistungen beschrieben werden. Und nutzt Kennenlerngespräche.

Ihr solltet das Gefühl haben, Fragen stellen zu dürfen. Ihr solltet verstehen, was ihr bekommt. Und vor allem solltet ihr euch mit der Person wohlfühlen, die an einem sehr persönlichen Tag Teil eures Umfelds sein wird.

7. Was darf bei der Hochzeitsplanung noch warten?

Sehr viel.

Ihr müsst jetzt noch keine Serviettenfarbe kennen. Ihr braucht nicht sofort einen Sitzplan. Ihr müsst nicht entscheiden, welches Lied beim Tortenanschnitt läuft. Und ihr braucht auch noch keine minutiöse Timeline für euren Hochzeitstag.

Solche Details werden später wichtig. Am Anfang geht es um das Fundament.

Datum, Region, ungefährer Gästerahmen, Location und die Dienstleister, die euch wirklich wichtig sind.

8. Plant nicht für Instagram, sondern für euren Hochzeitstag

Natürlich darf eure Hochzeit wunderschön aussehen. Aber die schönsten Bilder helfen wenig, wenn ihr den Tag selbst nur als lange To-do-Liste erlebt.

Fragt euch deshalb bei Entscheidungen immer wieder: Macht das unseren Tag schöner? Oder macht es ihn nur aufwendiger?

Nicht jedes Detail braucht einen eigenen Programmpunkt. Nicht jeder Trend muss Teil eurer Hochzeit werden. Und nicht jede Tradition muss übernommen werden.

Je klarer ihr wisst, was euch wichtig ist, desto leichter wird es, Dinge auch bewusst wegzulassen.

9. Erst der Rahmen, später der perfekte Zeitplan

Gerade am Anfang ist es völlig normal, noch keinen genauen Tagesablauf zu kennen.

Eure Timeline entsteht Schritt für Schritt. Wann beginnt die freie Trauung? Wie lange dauert der Empfang? Wann sind Paarfotos sinnvoll? Wann beginnt das Dinner? Wie funktionieren Übergänge zwischen den einzelnen Momenten?

Diese Fragen müssen nicht heute beantwortet werden. Sie sollten aber später gemeinsam betrachtet werden, damit euer Hochzeitstag nicht nur auf dem Papier funktioniert.

Was ist also wirklich der erste Schritt nach der Verlobung?

Genießt erst einmal, dass ihr euch entschieden habt, zu heiraten.

Und wenn ihr mit der Planung beginnt, versucht nicht, sofort die komplette Hochzeit zu lösen.

Legt eure Prioritäten fest. Findet euren Rahmen. Sucht eine Location, die zu euch passt. Und kümmert euch früh um die Menschen, deren Persönlichkeit und Arbeit euren Hochzeitstag wirklich prägen.

Alles andere darf Schritt für Schritt entstehen.

Ihr seid verlobt und plant eure freie Trauung?

Wenn ihr euch eine persönliche freie Trauung wünscht und herausfinden möchtet, ob es zwischen uns passen könnte, erzählt mir ein wenig von euch, euren Vorstellungen und eurem Hochzeitstag. Ihr müsst noch nicht alles geplant haben.

Kennenlernen anfragen
Close